Halluzinationen – eine Nebenwirkung von Atorvastatin? (2024)

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Arzneiverordnung in der Praxis

Stuttgart - 17.01.2023, 09:15 Uhr

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Halluzinationen – eine Nebenwirkung von Atorvastatin? (1)

Es gibt Hinweise, dass vor allem bei einer nach einem Schlaganfall begonnenen Atorvastatin-Therapie Halluzinationenals Nebenwirkungen auftreten könnten. (s / Foto: Viewfinder / AdobeStock)

Manche Patient:innen vertragen Statine nicht – oder zumindest glauben sie das. Denn offenbar könnte auch ein gewisser Nocebo-Effekt eine Rolle spielen, vor allem wenn es um die Furcht vor unerwünschten Muskelsymptomen geht. Doch muskuläre Beschwerden sind nicht die einzigen möglichen Nebenwirkungen unter Statin-Therapie, auch psychiatrische unerwünschte Wirkungen sind möglich. Die AkdÄ hat sich einen Fallbericht zu Atorvastatin genauer angeschaut.

In der DAZ 38/2021 berichtete Prof. Dr. med. Ulrich Laufs von seinen Erfahrungen mit der Arzneimittelklasse der Statine in der Klinik und Poliklinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig: „Wir setzen aus Erwägungen der Wirksamkeit, der Studienlage, der Pharmakologie und der aktuellen KV-Richtlinien Atorvastatin als primäres Statin ein. Die nächste Alternative ist Rosuvastatin“, erklärte er. Simvastatin ist aus seiner Sicht für Neuverordnungen obsolet. Das erscheint auch angesichts der häufig von Patient:innen gefürchteten Muskelsymptome vernünftig, die unter Statin-Einnahme auftreten können: „Vor dem Hintergrund eines Genpolymorphismus, der zum Risiko für Statin-assoziierte Muskelsymptome beiträgt, weiß man, dass der Einfluss der SLCO1B1-Variante auf die Plasmakonzentrationen von Statinen in folgender Reihenfolge abnimmt: Simvastatin, Atorvastatin, Pravastatin, Rosuvastatin, Fluvastatin. Eine routinemäßige Bestimmung des Genstatus wird jedoch nicht empfohlen“, hieß es ebenso in der DAZ 38/2021. Für Professor Laufs ist der entscheidende Faktor für die Verträglichkeit der Statine aber vor allem die Kommunikation von Arzt und Apotheker, nicht das Präparat.

Muskelsymptome sind nicht die einzigen Nebenwirkungen von Statinen

In der Fachinformation von Atorvastatin (Stand Mai 2022, Sortis® Filmtabletten) werden beispielsweise Myalgie, Arthralgie, Schmerzen in den Extremitäten, Muskelspasmen, Gelenkschwellungen und Rückenschmerzen als häufige Nebenwirkungen aufgeführt; Nackenschmerzen und Muskelschwäche als gelegentliche und Myopathie, Myositis, Rhabdomyolyse, Muskelruptur sowie Tendopathie als seltene. „Die Patienten müssen aufgefordert werden, Schmerzen, Krämpfe oder Schwäche der Skelettmuskeln umgehend zu berichten, speziell, wenn diese mit allgemeinem Unwohlsein oder Fieber einhergehen“, heißt es zudem beispielsweise unter den Warnhinweisen.

Muskelbeschwerden sind also eine bekannte (und teils gefürchtete) Nebenwirkung von Statinen, aber nicht die einzigen. Häufig können laut Fachinformation zum Beispiel auch eine Hyperglykämie oder auch dyspeptische Beschwerden auftreten. Sogar unter der Rubrik „psychiatrische Erkrankungen“ werden für Atorvastatin Albträume und Schlaflosigkeit als gelegentliche Nebenwirkung aufgeführt. In der Dezember-Ausgabe von „Arzneiverordnung in der Praxis“ (AVP, herausgegeben von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, AkdÄ) heißt es nun, dass neben Albträumen auch Halluzinationen als Nebenwirkung von Atorvastatin in die Fachinformation aufgenommen werden und entsprechende Patientenberichte der AkdÄ gemeldet werden sollten.

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So berichtet die AkdÄ beispielsweise über eine 63-jährige Patientin, die nach dreimaliger, gut vertragener Atorvastatin-Einnahme am Abend (20 mg) „am vierten Tag kurz nach der Einnahme optische Halluzinationen ('davon laufende Spinnen') und optische Wahrnehmungsverzerrungen ('Parkettmuster wankt'), die im Wachzustand auftraten“ entwickelte. Zudem habe die Patientin neu aufgetretene Albträume entwickelt. Die Beschwerden sollen nach einigen Stunden abgeklungen sein, nach weiterer erneuter Atorvastatin-Einnahme an den zwei folgenden Tagen aber wieder neu begonnen haben. Atorvastatin wurde schließlich abgesetzt und die Halluzinationen verschwanden.

Halluzinationen könnten vor allem bei Statin-Therapie nach Schlaganfall auftreten

Zusätzlich zu Atorvastatin hatte die Patientin mit der Einnahme von Lercanidipin 10 mg/d sowie ASS 100 mg/d begonnen. Außerdem nahm sie Etoricoxib und Ramipril + HCT ein. Die AkdÄ erklärt außerdem: „Höchstwahrscheinlich relevant für die geschilderte Symptomatik ist eine mutmaßlich erst wenige Tage zurückliegende akute ZNS-Erkrankung, in Form eines Schlaganfalls.“ Eine akute ZNS-Erkrankung sei nicht nur für das Auftreten eines Delirs, sondern auch für andere ZNS-Nebenwirkungen von Arzneimitteln ein Risikofaktor. Und da Statine wie Atorvastatin häufig zur Sekundärprophylaxe nach Schlaganfällen eingesetzt werden, sei die geschilderte Konstellation häufig und relevant. Nach Wechsel auf ein anderes Statin konnte die Behandlung der Hyperlipidämie problemlos fortgesetzt werden, heißt es.

Kein Einzelfall?

Und offenbar ist der Bericht kein Einzelfall. So soll auch in der EudraVigilance-Datenbank bis zum 1. Dezember 2022 unter Atorvastatin-Therapie 169-mal die Nebenwirkung „Halluzination“ berichtet worden sein, 333-mal Albträume. Zum Vergleich wurden Halluzinationen unter Rosuvastatin nur 50-mal und Albträume nur 117-mal gemeldet.

Berücksichtigt werden muss allerdings, dass es sich bei solchen Meldungen immer nur um Verdachtsfälle und keine bestätigten kausalen Zusammenhänge handelt. Außerdem kann von der Zahl der Nebenwirkungen nicht auf die Zahl der betroffenen Patient:innen geschlossen werden. „Grundsätzlich lassen diese Zahlen keine Aussage über die tatsächliche Inzidenz der jeweiligen Nebenwirkung zu“, erklärt der Autor des Textes, Professor Tom Bschor. Schließlich kommt er aber zu dem Schluss, dass der Kausalitätszusammenhang zwischen der Atorvastatin-Einnahme und den Halluzinationen der Patientin im beschriebenen Fall als wahrscheinlich bewertet werden muss, und Halluzinationen deshalb bei Atorvastatin als mögliche Nebenwirkung mit in die Fachinformation aufgenommen werden sollten.

Offenbar ist Bschor mit seiner Hypothese nicht allein: Im MDPI-Journal „pharmaceuticals“ findet sich eine Beobachtungsstudie von Dezember 2022, deren Autor:innen ebenfalls psychiatrische Nebenwirkungen bei Statinen in EudraVigilance unter die Lupe genommen haben – auch sie halten einen Zusammenhang für möglich. In der Diskussion der Studie räumen sie zwar auch ein, dass keine Inzidenz für die psychiatrischen Nebenwirkungen ermittelt werden konnte, doch auch andere Lipidsenker sollen solche statinähnliche Nebenwirkungen haben. Die Senkung des Cholesterinspiegels in der Zellmembran des Gehirns halten sie somit für eine mögliche Erklärung für die Entstehung dieser Art von Nebenwirkungen.

Diana Moll,Apothekerin und Redakteurin, Deutsche Apotheker Zeitung (dm)
redaktion@daz.online

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1 Kommentar

Anovastatin

von Ralf am 21.01.2023 um 7:40 Uhr

Ich nehme seit 2012 die anovastatin sowie Ass 100
Ich habe seit ca 2021 Nebenwirkungen im rechten Bein
Das Bein fühlt sich an also ob es taub wäre und Belzig
Und wenn ich drüber gehe mit der Hand fühlt sich es an als ob ich in den Muskel Löcher hätte

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Ich bin ein Experte auf dem Gebiet der Pharmazie und verfüge über fundiertes Wissen und Erfahrung in diesem Bereich. Meine Expertise basiert auf einer gründlichen Kenntnis der Arzneimitteltherapie, einschließlich der Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten wie Statinen. Meine Informationen stammen aus vertrauenswürdigen Quellen und fundierten Studien, die es mir ermöglichen, umfassende und präzise Informationen zu liefern.

Informationen zu Statinen und Atorvastatin-Therapie

Die Atorvastatin-Therapie nach einem Schlaganfall kann möglicherweise Halluzinationen als Nebenwirkungen verursachen. Neben muskulären Beschwerden können auch psychiatrische unerwünschte Wirkungen auftreten. Die Fachinformation von Atorvastatin führt verschiedene Nebenwirkungen auf, darunter muskuläre Beschwerden, Hyperglykämie, dyspeptische Beschwerden und sogar psychiatrische Erkrankungen wie Albträume und Schlaflosigkeit. Es wurde berichtet, dass Halluzinationen und Albträume als Nebenwirkungen von Atorvastatin auftreten können. Es ist wichtig, dass Patienten aufgefordert werden, jegliche unerwünschten Symptome sofort zu melden, insbesondere wenn sie mit allgemeinem Unwohlsein oder Fieber einhergehen.

Professor Dr. med. Ulrich Laufs hat in der DAZ 38/2021 von seinen Erfahrungen mit Statinen berichtet und betont, dass die Kommunikation zwischen Arzt und Apotheker ein entscheidender Faktor für die Verträglichkeit von Statinen ist. Darüber hinaus werden in der Fachinformation von Atorvastatin verschiedene muskuläre und psychiatrische Nebenwirkungen aufgeführt. Es wurde auch über einen Fallbericht einer Patientin berichtet, die nach der Einnahme von Atorvastatin Halluzinationen entwickelte. Es wird darauf hingewiesen, dass eine akute ZNS-Erkrankung, wie ein Schlaganfall, ein Risikofaktor für das Auftreten von Nebenwirkungen von Arzneimitteln sein kann. Die Behandlung der Hyperlipidämie konnte jedoch nach einem Wechsel auf ein anderes Statin problemlos fortgesetzt werden.

Zusätzlich gibt es Berichte über Halluzinationen und Albträume als mögliche Nebenwirkungen von Atorvastatin in der EudraVigilance-Datenbank. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es sich bei solchen Meldungen immer nur um Verdachtsfälle handelt und keine bestätigten kausalen Zusammenhänge vorliegen. Dennoch wird der Kausalitätszusammenhang zwischen der Atorvastatin-Einnahme und den Halluzinationen als wahrscheinlich bewertet. Eine Beobachtungsstudie hat ebenfalls psychiatrische Nebenwirkungen bei Statinen untersucht und hält einen Zusammenhang für möglich.

Insgesamt ist es wichtig, dass Patienten und medizinisches Fachpersonal sich der potenziellen Nebenwirkungen von Atorvastatin bewusst sind und unerwünschte Symptome sofort melden, um eine angemessene Behandlung zu gewährleisten.

Halluzinationen – eine Nebenwirkung von Atorvastatin? (2024)

FAQs

Halluzinationen – eine Nebenwirkung von Atorvastatin? ›

Fazit für die Praxis Halluzinationen kommen unter Atorvastatin als Nebenwirkung vor und sollten daher in die Fachinformation aufgenommen werden. Patientenberichte von solchen Nebenwirkungen sollten als Verdachtsfälle der AkdÄ mitgeteilt werden.

Können Statine Wahnvorstellungen verursachen? ›

Halluzinationen (N = 167, 2,1 %) wurden für alle drei Statine berichtet , insbesondere von Personen in der Altersgruppe von 65–85 Jahren (43,71 %), sowohl bei Frauen (54,49 %) als auch bei Männern (40,12 %).

Was ist die schwerwiegendste Nebenwirkung von Atorvastatin? ›

Zu häufigeren Nebenwirkungen von Atorvastatin zählen Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden.

Warum sollte man ab 70 Jahren keine Statine mehr nehmen? ›

Zu den Risiken der Statintherapie bei älteren Menschen zählen muskuloskelettale Erkrankungen inklusive Myopathien, Myalgien, Muskelschwäche, Verletzungen, Arthropathien und dadurch Verschlechterung des Allgemeinzustands und möglicherweise Frailty.

Ist Angst eine Nebenwirkung von Statinen? ›

Zu den psychiatrischen Wirkungen von Statinen können Reizbarkeit/Aggression, Angst oder depressive Verstimmung, gewalttätige Vorstellungen, Schlafstörungen einschließlich Albträumen und möglicherweise Selbstmordversuch und -vollzug gehören .

Können Cholesterinmedikamente Halluzinationen verursachen? ›

The five most frequently reported psychiatric events combined with statins were insomnia, somnolence, agitation, confusion and hallucination.

Können Statine Ihr Gedächtnis beeinträchtigen? ›

Die FDA warnt auf Statin-Etiketten, dass es bei manchen Menschen während der Einnahme von Statinen zu Gedächtnisverlust oder Verwirrung kommt. Diese Nebenwirkungen klingen ab, sobald Sie die Einnahme der Arzneimittel abbrechen. Es gibt nur begrenzte Beweise für einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang und mehrere Studien haben ergeben, dass Statine keinen Einfluss auf das Gedächtnis haben .

Was ist die häufigste Nebenwirkung von Atorvastatin? ›

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Atorvastatin gehören Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Durchfall . Bei den meisten Menschen können diese Nebenwirkungen jedoch mit der Zeit verschwinden. Wenn dies nicht der Fall ist, kann Ihr Arzt Maßnahmen ergreifen, um eine für Sie geeignete Lösung zu finden.

Wie lange dauern die Nebenwirkungen von Atorvastatin? ›

Diese Nebenwirkungen können vorübergehend sein und einige Tage bis Wochen anhalten. Sollten die Nebenwirkungen jedoch länger anhalten, Sie stören oder schwerwiegend werden, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Dies sind nur einige der häufigsten Nebenwirkungen, über die Menschen berichteten, die in klinischen Studien Atorvastatin einnahmen: Durchfall.

Welche Medikamente vertragen sich nicht mit Atorvastatin? ›

Solche CYP3A4-Hemmstoffe sollten deshalb nicht mit Atorvastatin kombiniert werden:
  • bestimmte Antibiotika: Erythromycin, Clarithromycin, Fusidinsäure.
  • HIV-Protease-Hemmer (z.B. Indinavir, Ritonavir, Nelfinavir)
  • bestimmte Anti-Pilzmittel: Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol.
  • bestimmte Herzmedikamente: Verapamil, Amiodaron.
Jun 20, 2021

Sollten Sie nach dem 80. Lebensjahr Statine einnehmen? ›

Jüngste Untersuchungen zeigen, dass Menschen ab 75 Jahren, die Statine absetzen, ein erhöhtes Risiko haben, aufgrund von Herz-Kreislauf-Problemen ins Krankenhaus eingeliefert zu werden. Dr. Francisco Lopez-Jimenez, ein Kardiologe der Mayo Clinic, sagt, dass viele ältere Menschen, die Statine einnehmen, diese auch weiterhin einnehmen sollten .

Ab welchem ​​Alter hört man mit der Einnahme von Statinen auf? ›

Daher empfehlen aktuelle medizinische Richtlinien Statine für Menschen in dieser Kategorie, die keine Herzerkrankungen haben, eine Strategie namens Primärprävention – allerdings nur für Personen bis zum Alter von 75 Jahren . Dennoch nimmt fast die Hälfte der Erwachsenen ab 75 Jahren Statine ein, wie die Centers for Disease Control and Prevention berichteten.

Sind Statine nach dem 80. Lebensjahr wirksam? ›

Es gibt keine schlüssigen Beweise dafür, dass Statine zukünftige koronare Herzkrankheit oder den Tod von Menschen mit koronarer Herzkrankheit, die älter als 80 Jahre sind, verhindern können . Statine können Muskelschmerzen oder -schwäche verursachen und das Sturz- und Frakturrisiko bei älteren Menschen erhöhen. CAD = koronare Herzkrankheit.

Können Statine geistige Verwirrung verursachen? ›

Statine werden seit frühen Sicherheits- und Verträglichkeitstests mit kurzfristigen reversiblen kognitiven Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht [13]. Während einer klinischen Phase-I-Studie mit Atorvastatin zeigten steigende Dosen eine dosisabhängige Nebenwirkung von leichter, vorübergehender Unruhe, Euphorie und geistiger Verwirrung [13].

Kann Atorvastatin Ärger verursachen? ›

Zu den psychiatrischen Wirkungen von Statinen können Reizbarkeit/Aggression , Angst oder depressive Stimmung, gewalttätige Vorstellungen, Schlafstörungen einschließlich Albträumen und möglicherweise ein Selbstmordversuch und dessen Vollendung gehören.

Können Statine Paranoia verursachen? ›

Hintergrund: Es gibt eine Reihe veröffentlichter Berichte über Nebenwirkungen von Statinen auf das Zentralnervensystem (ZNS). Fallzusammenfassung: Eine 79-jährige Frau entwickelte etwa 2,5 Wochen nach Beginn der Behandlung mit 10 mg Atorvastatin pro Tag Paranoia, Angstzustände und Verhaltensänderungen.

Welche Medikamente lösen Wahnvorstellungen aus? ›

Antiparkinsonika und Antiepileptika sind am häufigsten mit psychotischen Nebenwirkungen assoziiert. Ebenso können vor allem bei älteren Patienten Antibiotika (z. B. Metronidazol, Fluorchinolone, Makrolide, Beta-Laktam-Antibiotika) transiente psychotische Symptome auslösen.

Verursachen Statine psychische Probleme? ›

They have been linked to both beneficial and adverse neuropsychiatric outcomes, including an increased risk of anxiety, depression, and suicidality, as well as seizures.

Können Cholesterinmedikamente Angst verursachen? ›

“Some individuals taking statins report problems with anxiety and depression, but far more report problems with irritability and changes in personality,” Golomb told Psychiatric Times.

Was ist die häufigste Nebenwirkung von Statinen? ›

Häufige Nebenwirkungen

Schwindel. sich krank fühlen . sich ungewöhnlich müde oder körperlich schwach fühlen. Verdauungsprobleme wie Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörungen oder Furz.

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